Pressemitteilung

BVAP begrüßt die Forderung des Pflegebevollmächtigten nach einem Tarifvertrag für die gesamte Pflegebranche

(Berlin, 12. Mai 2020) Die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) begrüßt die Vorschläge für „Mehr PflegeKRAFT 2.0“ des Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, Andreas Westerfellhaus.

„Der Pflegeberuf verdient dauerhaft mehr Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen – nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie. Wir freuen uns, dass der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung unser Streben nach einem bundesweiten Tarifvertrag aufgegriffen hat“, sagt Rüdiger Becker, Vorstandsmitglied der BVAP.

Aus Sicht der BVAP müsse vor allem die Refinanzierung verbessert werden. Gerade in der ambulanten Pflege decken die zugebilligten Entgelte oftmals nicht die gesamten anfallenden Kosten. Die Forderung des Bevollmächtigten nach einer besseren Refinanzierung sei deshalb zu begrüßen. Weitere Vorschläge sind der Ausbau der Selbstverwaltung, eine zügige Digitalisierung sowie die Heilkundeübertragung auf Fachkräfte.

„Bisher hat die Politik kein Konzept vorgelegt, wie die zusätzlichen Kosten in der Pflege refinanziert werden können. Hier brauchen wir eine gesamtgesellschaftliche Antwort, die Eigenanteile für die Pflege dürfen nicht weiter steigen“ ergänzt BVAP-Vorstandsmitglied Gero Kettler.

Die Tarifverhandlungen mit ver.di über einen Tarifvertrag sollen nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder aufgenommen werden.