Pressemitteilung

BVAP macht Vorschläge für eine sichere Refinanzierung der Anerkennungsprämie

(Berlin, 23. April 2020) Die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) begrüßt die Zusicherung der Politik, die Finanzierung der Anerkennungsprämie zeitnah zu lösen.

"Wir freuen uns, dass die Politik unsere Forderungen nach einem Corona-Bonus aufgegriffen hat. Nun muss sichergestellt werden, dass die Lasten fair verteilt werden. Pflegebedürftige, die vielfach unter der Krise leiden, dürfen nicht zusätzlich belastet werden."“, sagt Gero Kettler, Vorstandsmitglied der BVAP.

Die Prämie soll sich dabei an der im BVAP-Tarifvertrag vorgeschlagenen Höhe von einmalig 1.500 Euro für Vollzeitbeschäftigte orientieren. Die weiteren Einzelheiten werden derzeit noch innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Zur Finanzierung schlägt die BVAP eine Kostenteilung zwischen Steuerzuschüssen durch Bund und Länder sowie Mitteln der Kranken- und Pflegekassen vor. Aus Sicht der BVAP ist es weiterhin notwendig, dass die Liquidität vor Auszahlung der Prämie gesichert ist. Durch die Krise brechen vielen Pflegeanbietern Einnahmen weg.

"Die Anerkennung für Pflegekräfte ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Vor allem die freigemeinnützigen und kommunalen Pflegeanbieter verfügen nur über begrenzte Eigenmittel, da Überschüsse in die Hilfsangebote reinvestiert werden. Hier müssen wir eine tragfähige Lösung finden", ergänzt BVAP-Vorstandsmitglied Rüdiger Becker.